Urlaub im Oman

Strand, Sonne und Meer

Kilometerlange einsame Sandstrände leuchten hell im gleißenden Licht, dramatisch stürzen die Klippen der Steilküsten ins Meer, wild schäumend brechen sich die Wellen an den großen Korallenriffen, strahlend blaugrün liegt still das Wasser in den Lagunen. Die 1700 Kilometer lange Küste Omans ist ein wahres Paradies zum Baden, Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln.
Einfach nur die Seele baumeln lassen, den Alltag bei langen Strandspaziergängen vergessen, seinen Gedanken nachhängen bei einem exotischen Cocktail mit Blick auf das endlose Meer — die durchweg sehr guten und gehobenen Hotels an der Küste bei Muscat und Salalah sind ideale Orte zum Entspannen und Erholen, ausgestattet mit allem, was Freunde des Wassersports begehren. Bettenburgen und verbaute Strände gibt es nicht in Oman — die Küste steht unter Naturschutz, auch zum Wohle der Menschen, die hier die befreiende Wirkung endloser Weite erspüren können. Ein eigenes Paradies für sich ist die Welt unter Wasser. Fast 100 verschiedene Korallenarten bieten optimalen Lebensraum für unzählige Fische und Meerespflanzen. Zwei Korallenarten leben weltweit nur in den Gewässern Omans, andere wiederum bilden riesige Riffe aus nur einer Spezies — auch dies eine Besonderheit. Geheimnissvolle Wracks warten in der Tiefe auf die Entdeckung durch Taucher — vorausgesetzt, sie haben einen PADI-Fortgeschrittenen-Tauchschein. Große Korallenriffe findet man in den tiefen Fjorden Musandams, um die Daymaniyat-Inseln und vor der Küste Muscats, aber auch bei Mirbat im Süden Omans. Meeresschildkröten, Walhaie, Delphine, Muränen und Kaiserfische, Stachelrochen, Königsmakrelen, Thunfische und Wale, Hummer und Langusten – mehr als 150 verschiedene Arten von Fischen und Schalentieren – das Meer ist voll faszinierendem Leben. Kleine Fischerboote und strenge Fangauflagen sowie große Meeresnaturschutzgebiete stellen sicher, dass dieser wertvolle Schatz auch in Zukunft nicht geplündert wird.

Aktivurlaub

Entdecken Sie ihren ganz persönlichen Oman – über 10.000 Kilometer Teerstraßen und 25.000 Kilometer Piste laden dazu ein. Die Beschilderung ist zweisprachig – Arabisch und Englisch. Selbst mit einfachen Leihwagen kommt man heute problemlos in manche der beeindruckenden Gebirgstäler und an den Rand der Sandwüste Wahiba. Wer aber tiefer eindringen will in die weitgehend unberührten Landschaften, der braucht einen Geländewagen und sollte unbedingt schon vorher einige Erfahrung mit solchen Fahrzeugen gemacht haben.
So manche Bergpiste wird unvermittelt extrem eng und steil, die weiten Sandflächen der Wahiba und des Rub al Khali stellen höchste Anforderungen an das fahrerische Können. Am Besten vertraut man hier sein Fahrzeug einem Beduinen-Guide an. Die Wadis des Hadjargebirges bestechen durch geologische Vielfalt. Jedes ist eine Welt für sich. überall trifft man auf freundliche und hilfsbereite Menschen. Ihren Gruß zu erwidern ist eine Selbstverständlichkeit — ihren Rat das Wetter betreffend zu befolgen ist zwingend. Bereits ein einziger starker Schauer kann die engen Trockentäler in reißende Sturzbäche verwandeln.
Festes Schuhwerk nicht vergessen! 42 gut markierte Trekkingpfade eröffnen atemberaubende Einblicke in die zerklüftete und spektakuläre Bergwelt Nordomans. Die Wege weitab der Straßen führen durch uralte Siedlungen, entlang kilometerlanger Bewässerungskanäle, durch schwindelerregende Steilwände und auf kühle Hochplateaus.

Wer als Kletterer endlich einmal abseits der gängigen Routen unterwegs sein will, der findet hier sein El Dorado. Eins werden mit der Natur, in Oman wird dieser Traum vieler Menschen schnell zur Wirklichkeit. Wer sich für ein paar Tage ganz aus unserer technisierten Welt ausklinken will, der sollte die weiten Dünen der Wahiba mit dem Kamel durchqueren. Schnell überträgt sich der langsame Rhythmus des gemächlichen Schrittes des Tieres auf einen selbst. Zeit wird zu einem irrelevanten Faktor. Die Sinne werden geschärft. Das Auge nimmt immer mehr Nuancen in den wechselnden Schattierungen der Farbe des Sandes wahr, das Ohr vernimmt das leise Rieseln der Sandkörner über die Dünenkämme. Trocken klebt die Zunge am Gaumen, erwartet sehnsüchtig den nächsten Schluck kühlendes Wasser. Eine Woche dauert die Reise im Einklang mit der Natur und sich selbst. Dann erblickt man am Horizont einen blauen Streifen über dem gelben Sandmeer. Es ist keine Fata Morgana, sondern der Indische Ozean, der die Mühen des langen Rittes mit seinen warmen, sanften Wellen belohnt.

Studienreisen

Die über 5.000 Jahre alte Kultur Omans ist allgegenwärtig, aber nicht immer offensichtlich. Studienreisen unter kompetenter Leitung bieten die einzigartige Möglichkeit, das Land und die Zeichen und Relikte seiner ereignisreichen Vergangenheit aus nächster Nähe zu erleben.
Man lernt die Spuren der langen Seefahrtstradition aus den Stimmen, Gesichtern, den Gebäuden und Bräuchen der Menschen zu lesen. Die Märchengestalt Sindbad wird so zu Leben erweckt, bekommt ein neues Gesicht. Schemenhaft schälen sich die Silhouetten der Heiligen Drei Könige aus den Weihrauchschwaden im Souk. Der scharfe Duft der Gewürznelken beschwört Bilder aus dem fernen Sansibar herauf. Das Land ist voller geschichtsträchtiger Zeichen und Momente, man muss sie nur zu sehen lernen und zu deuten wissen. Unzählige Ruinen von Festungen und Wehrtürmen überziehen das Hajargebirge und die Küste Nordomans. Sie erzählen von blutigen Stammesfehden, Portugiesen, Persern und Türken. Die historisch bedeutendsten Wehranlagen wurden inzwischen aufwändig saniert. Majestätisch thront die Festung von Nakhl auf einem Felsen über der Ebene. In Al Hazm beeindrucken die reich mit geschnitzten Ornamenten dekorierten schweren Holzportale und Stukkaturen. Das Wasser fließt noch immer wie einst im alten Falaj durch den wehrhaften Bau. Mit seinen kunstvoll bemalten Holzdecken ist Jabrin das Juwel unter den Burgen und Palästen. Eigenwillig erscheinen die überdimensionierten Wehrtürme der Festungen von Nizwa und Rostaq. Von monumentaler Größe ist die Burg von Bahla, Weltkulturerbe der UNESCO. Ihre Sanierung beansprucht noch viele weitere Jahre – eine Mammutaufgabe.
Reich an uralten Geschichten sind auch die Steine im Land. Sie erzählen von der Entstehung unseres Planeten, von Eiszeiten und Vulkanausbrüchen, von den ersten Lebewesen auf dieser Welt, von gewaltigen Erdschollen, die sich mit Urgewalt übereinander schoben. Oman — das Nirwana der Geologen. Unspektakulär aber doch bedeutend sind die archäologischen Stätten entlang der Weihrauchstraße – auch sie sind unter dem Schutz der UNESCO. Magisch ist die Lage der Ruinen von Samhuram mit Blick über die Lagune Khor Rhori, dem Ausgangspunkt der Weihrauchstraße auf See. Viele Geheimnisse bergen noch immer die Ruinenfelder von Al Baliid. Erst vor wenigen Jahren wurde hier am Strand von Salalah unter einer vermeintlichen großen Schutthalde eine große Festungsanlage entdeckt. Die Funde bei der Oase Shisr am Rand des endlosen Sandmeeres des Rub al Khali halten manche für das mystisch reiche Ubar, andere aber nur für einen wichtigen Rastplatz der Karawanen auf ihrem langen Marsch entlang der Weihrauchstraße.

Kulinaria

In der Küche Omans sind die Jahrhunderte alten Handelswege noch immer lebendig und sinnlich wahrnehmbar. Schon die Lektüre der umfangreichen Speisekarte eines einfachen Mittelklasserestaurants öffnet die Tore zu kulinarisch fernen Welten. Man hat die Qual der Wahl zwischen Spezialitäten aus China und den raffinierten Gaumenfreuden der indischen und arabischen Küche. Welches Brot soll man nun bestellen? Frisch gebackenes Japati, Paratha oder Nan?

Was auf dem Tisch jedenfalls nicht fehlen darf ist Reis. Er ist das wichtigste Grundnahrungsmittel der Omanis. Mit etwas Rohkostsalat, Gemüse, gebratenem Huhn, Fisch oder Lammfleisch bekommt man ihn als Biriani an jeder Ecke serviert – auch im einfachsten Restaurant. Typisch omanische Gerichte sind chicken saloona, Huhn, gebraten oder gekocht mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Gemüse. Hinter maqbuus verbirgt sich auf der Speisekarte Lamm mit getrockneten Limonen, Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch, grünen Pfefferschoten, Kardamom und Zimt. Samak pablo ist Fisch, gebacken in Kokosmilch und Kurkuma. Die nationale Süßspeise ist halwa, mit Butterschmalz karamellisierter Zucker und Stärke, geschmacklich verfeinert mit Safran und Kardamom. Gekocht wird es in riesigen Kupferbottichen über offenem Feuer. Fast die ganze kulinarische Vielfalt dieser Welt bekommt man in den exquisiten Restaurants der gehobenen Hotels. In sogenannten Themenabenden wird hier jeweils der hohen Esskultur eines bestimmten Landes gehuldigt. Italien, Frankreich, Indien, Thailand und Mexiko – die Küche der Welt zu Gast in Oman. Nicht entgehen lassen sollte man sich als Mitteleuropäer die Seafood Night. Hier kommt der unermessliche Reichtum des omanischen Meeres fangfrisch auf den Tisch. Muscheln, Austern, Gambas und Tintenfische, Thunfischsteaks und gegrillte Seebarsche, Langusten – für jeden Freund der Meeresfrüchte ein Highlight seiner Reise nach Oman. Der omanische Kaffee, qahwa, wird in kleinsten Quantitäten aus feinen Porzellanbecherchen getrunken. Er wird aus frisch gerösteten Kaffeebohnen zubereitet und mit Kardamom gewürzt. Ein echtes Genussmittel — der ideale Abschluss eines opulenten Mahles.

Souvenirs

In Oman gibt es keine Souvenirindustrie. Das ist keineswegs bedauerlich, das Warenangebot der Souks enthält genügend «Mitbringsel», die in ihrer Art originell und sehr landestypisch sind. Dazu zählen die bestickten Kappen der Männer, die bunten Tücher der Frauen, edle Stoffe, und vor allem aber auch die verschiedenen Räucherwaren und speziell Weihrauch.

Nützliche Andenken sind Gewürze, deren hervorragende Qualität man in der heimischen Küche noch lange nach dem Urlaub zu schätzen weiß. Eine besonders schöne Erinnerung ist Schmuck aus Gold und Silber. über Jahrhunderte hinweg verschmolzen in Oman Gestaltungsideen und Arbeitstechniken des Silberschmiedehandwerks aus den verschiedensten Kulturkreisen zu eigenständigen, neuen Entwicklungen auf hohem künstlerischen wie handwerklichen Niveau. Die kunstvoll gefertigten Armbänder und Ketten zeigen Einflüsse aus Indien, Persien, Europa, Ostafrika und China. Ein omanischer Krummdolch – ein khanjar – ist zwar kein Schmuckstück im gängigen Sinne, aber doch für Liebhaber wertvoller Silberschmiedekunst ein Highlight der privaten Sammlung. Das wohl edelste und teuerste Souvenir Omans ist jedoch der betörend edle Duft von Amouage. 1983 wurde der französische Geruchskünstler Guy Robert von Sultan Qaboos beauftragt, das wertvollste Parfum der Welt zu kreieren. Kosten spielten keine Rolle! Für das Meisterwerk seines Schaffens machte er sich auf die Suche nach den edelsten Essenzen der Welt, darunter kristallklares Weihrauchharz aus Dhofar und die Felsenrose des Jabal Akhdar. Zu diesen einmaligen Duftnoten fügte er eine subtile Mischung aus ölen der Lilien und des Jasmin, Myrrhe, Patchouli und Amber. Seine preisgekrönte Kreation Amouage enthält über 120 verschiedene natürliche Düfte. In Muscat wird es mit der Hand in Flakons aus Silber, Gold, Halbedelstein oder Bleikristall abgefüllt. Das wertvolle Destillat ist weltweit nur in den allerbesten Parfumerien erhältlich und natürlich in Oman – beispielsweise in den Fachgeschäften im Al Bustan Palace Hotel, im Salalah Crowne Plaza Resort oder im SABCO Center in Qurum.

Events

In Oman finden jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei ist. Einen aktuellen Veranstaltungskalender finden Sie unter Oman Agenda: www.omanagenda.com

Von September bis Mai bietet das Royal Opera House in Muscat, die erste Stätte seiner Art für klassische Musik auf der Arabischen Halbinsel, ein glanzvolles Programm, in dem die größten Namen aus klassischer Musik, Jazz, Oper und Ballett zu finden sind. Auf www.rohmuscat.org finden Sie aktuelle Informationen und Tickets. Zwischen Januar und Februar wird das Muscat Festival ausgerichtet, bei dem auf Feierlichkeiten und Veranstaltungen in der gesamten Stadt das Beste der omanischen Kultur in einer herzlichen und lebendigen Atmosphäre präsentiert wird. Dazu gehören unter anderem Ausstellungen handwerklicher Produkte, Shows sowie Show Cooking der besten traditionellen Gerichte mit großen Küchenchefs. Weitere Informationen finden Sie auf www.muscat-festival.com. Im Februar sollten Radsportfans auf keinen Fall die Tour of Oman verpassen, die Spitzenfahrer aus der ganzen Welt anlockt (www.tourofoman.om). Daneben gibt es noch eine Veranstaltung, die sich Liebhaber der neuesten Styles und Trends auf keinen Fall entgehen lassen sollten: die Muscat Fashion Week. Während dieser Woche zeigen Designer aus Oman und verschiedenen Teilen Asiens und des Nahen Ostens ihre Kreationen. Weitere Informationen finden Sie auf www.muscatfashionweek.com. Zwischen Oktober und März werden fast jede Woche vor allem in den Regionen Al Batinah und Ash Sharqiyah Kamelrennen ausgerichtet. Die Winterzeit ist auch die Jahreszeit der Stierkämpfe in Sib und Barka. Im Juli oder August findet das Salalah Festival statt, mit dem die Monsunsaison (Khareef) gefeiert wird, die kühle Temperaturen bringt und dafür sorgt, dass die Vegetation zu Leben erwacht und aufblüht. Dann gibt es dort ein vollgepacktes Programm mit Konzerten, traditionellen Kulturveranstaltungen und Aktivitäten für Familien mit Kindern einschließlich des fantastischen Drachenfestivals. Weitere Informationen finden Sie auf www.Salalahtourismfestival.com. Die alte Seglertradition des Sultanats lebt dank mehrerer hochklassiger internationaler Regatten weiter. Die bedeutendsten sind Sailing Arabia – The Tour (Februar, ein Rennen mit Etappen, die durch den Norden der Arabischen Halbinsel führen, www.sailingarabiathetour.com), die Extreme Sailing Series (März, nur für Rennkatamarane, www.extremesailingseries.com, www.omansail.com) und die Mussanah Race Week (März, eine internationale Jollen-Regatta, www.mussanahraceweek.com/en).

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